Nichts Neues gibt’s unter der Sonne

Der Wind weht nach Süden und dreht sich nach Norden, in währendem Wechsel weht der Wind. Darauf kehrt der Wind zu neuem Kreislauf zurück.

Alle Flüsse ziehen zum Meer. Doch nie wird das Meer gefüllt. Wohin sie strömen, zum selbigen Ort strömen immer wieder die Flüsse.

Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter und hastet zurück zu dem Ort, da sie aufging.

(aus: Kohelet, Altes Testament)

Veröffentlicht von reigenton

"Nicht satt wird das Auge vom Sehen - nicht voll vom Hören das Ohr" (Kohelet). Eigene Töne, gern im Tanz mit anderen. Reigen? Warum nicht! Mit Grautönen im Wortgestöber - nicht nur schwarz und weiß. Ich glaube, ich habe gelernt, Grautöne zu schätzen und vor dem Grau und auch dem Grauen nicht zu fliehen. Und ich möchte weiter lernen, das Grau und das Grauen anzuschauen und zu differenzieren. Zu verfeinern. Wie Martin Buber möchte ich sagen: "Ich stoße das Fenster auf und zeige hinaus". Ich freue mich dabei über jeden Menschen, der mit mir dort hinaus schaut... Begegnung wünsche ich mir. Zwar starte ich beim ICH, reise aber zum DU... "Ich hatte meinen Sinn darauf gerichtet, alles, was unter dem Himmel geschieht, sorgsam zu prüfen auf seinen Weisheitsgehalt." (Kohelet) Ein kühnes, stolzes Unterfangen...

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